Kursangebot HS 2016

Vorlesung / 14.15–15.00 / D 3.05 / wöchentlich / ab 26.09.2016

Critical Media Studies (Programm)

Vorlesungsreihe mit Forschenden des IXDM.

Beschreibung
Forschende des Instituts Experimentelle Design- und Medienkulturen (IXDM) und des dazugehörigen Critical Media Lab Basel werden im Rahmen der Vorlesung verschiedene Ansätze, Methoden und Forschungsfelder vorstellen, die massgebend für Critical Media Studies sind und in Forschungsprojekten des Instituts zum Tragen kommen.

Kurs / 9.15–12.45 / D 3.05 / 14-tägig / ab 26.09.2016

Kultur digital erzählt – Der Kosmos Dreispitz

Christine Schranz

Beschreibung
Im Zentrum dieses Kurses steht das Dreispitz-Areal, seine Nutzerinnen und ihre Geschichten. Wir beschäftigen uns mit Storytelling, konkret mit Geschichten des Areals. Das Areal – wo auch das ehemalige Zollfrei- und Warenlager war – ist heute ein Mikrokosmos aus Gewerbe, Kultur und Bildung und beinhaltet eine Vielzahl von Nutzungen. So gibt es beispielsweise einen Hindu-Tempel, Urban Farmer sowie eine Trompetenfabrik auf kleinstem Raum. Innerhalb der Vielschichtigkeit des Areals – durch gewachsene Strukturen und diverse Nutzungsformen – suchen wir nach unterschiedlichen Nutzergruppen und ihren Geschichten.

Wir erlernen die Kulturtechnik des Storytellings, welche heute in Social Media und Werbung / PR vermehrt zum Einsatz kommt. Mittels Interviewtechniken suchen wir nach spannenden Geschichten; dazu spüren wir Zeitzeugen und Nutzerinnen auf (Kontaktliste vorhanden) und führen Interviews. Es können vom Bistrobetreiber über die Studentin bis hin zum ehemaligen Zollbeamten Personen sein, welche auf dem Areal arbeiten oder gearbeitet haben. Anhand des erarbeiteten Materials (er)finden wir Stories, welche wir anhand von digitalen Tools erzählen, z.B. http://www.motivo.io.

Kurs / 9.15–12.45 / D 3.05 / 14-tägig / ab 03.10.2016

Playful Prototypes

Andreas Simon, Jan Torpus, José Navarro

Beschreibung
Wir stellen durch explorative Entwicklungsprozesse interaktive, kinetische Prototypen her. Sie werden im Critical Media Lab oder im öffentlichen Raum installiert oder am Körper getragen und auf ihre Aussagekraft überprüft. Hands-on werden mit einfachen Grundmaterialien, Elektronik und Software spielerische und kritische Projektinhalte entwickelt, die über das gesamte Semester in interdisziplinären Gruppen ausgearbeitet werden. Untersuchungsgegenstände sind sinnlose Maschinen oder künstliche Organe, die durch Biofeedbackinteraktion angesteuert werden und so in Bezug zum menschlichen Körper und der Umwelt treten. Es geht um physische Übersetzungen dynamischer Messwerte, die erlebbar gemacht, räumlich inszeniert und gesellschaftlich kontextualisiert werden.

Zu Beginn des Kurses werden auch theoretische Grundlagen und Beispiele aus Kunst und Design erörtert und analysiert. Der Kurs bietet ausserdem Einblicke in laufende Design- und Kunstforschungsprojekte des IXDM.

Seminar / 15.15–16.45 / D 3.05 / wöchentlich / ab 26.09.2016

Design for the real world: Zum Spannungsfeld von Design und Kritik

Claudia Mareis, Moritz Greiner-Petter

Beschreibung
Design und Kritik bilden die Eckpunkte eines spannungsreichen Verhältnisses: Seit sich das Design im Kontext der industriellen Produktion als eigenständige professionelle Praxis herausgebildet hat, wird es nicht nur mit unterschiedlichen Aspekten und Dimensionen der Kritik konfrontiert, sondern versteht sich selbst (teilweise) auch als eine Form der Kritik.

Problematisiert wurden und werden besonders die enge Verzahnung von Design und industrieller bzw. kapitalistischer Warenproduktion; die Ressourcenverschwendung und Abfallproblematik, an der das Design beteiligt ist oder ein ästhetischer Formalismus, der sich nicht um die Bedürfnisse und Wünsche der vom Design “Betroffenen” zu kümmern scheint, sondern in dem sich Gestaltung als reiner Selbstzweck oder als “Oberflächenkosmetik” manifestiert.

Demgegenüber haben sich im Verlauf des 20. Jahrhunderts aber auch zahlreiche Designpositionen herausgebildet, die sich den genannten Kritikpunkten gestellt haben und Design als eine kritische Praxis verstehen. Dazu zählen Ansätze und Bewegungen wie das Arts and Crafts Movement um 1900, erzieherische Ansätze wie die “Gute Form” um 1950, die Moderne- und Funktionalismuskritik der 1960er Jahre, das partizipatorische Design der 1970er Jahre oder zeitgenössische Ansätze wie Critical Design, Human-Centered Design, Social Design oder transformatives Design.

Im Verlauf des Seminar wird anhand von konkreten Designbeispielen, Textlektüre und Referaten das Verhältnis von Design und Kritik aus historischer, theoretischer und praktischer Perspektive adressiert. Erwartet wird die aktive Teilnahme an der Diskussion, die Lektüre der Seminartexte und die Übernahme eines Referats. Die Einbringung eigener Themen ist dabei sehr erwünscht.

Seminar / 15.15–16.45 / D 2.05 / wöchentlich / ab 26.09.2016

Technoaesthetics

Jamie Allen

Beschreibung
Technoaesthetics is a class about the “fundamental perceptive intuition” (Simondon), the familiar, always-double gesture of media and communications technologies to create a world while creating an image of it; to simultaneously present and re-present; to investigate and alter, to foster simultaneous impressions that are both intimate and distant. We as humans intervene “in the dual role of operator and object of the operation” with the promise and peril of technologies that are everywhere defining how we live, see, think.

This class will consist of a weekly film screening followed by discussion, popcorn, and additional material such as poetry, narrative fiction, and ‘prose’ based reflections and critiques of our technological existence. Authors such as Calvino, Eco, Borges, Burroughs, Lispector, Lem, will be read against the films of Kubrick, Béla Tarr’, Dziga Vertov, Fritz Lang as well as through a mid-century American cinema that helped to shape the Western cybernetic, technological imaginary (“Colossus: The Forbin Project”, “The Computer Wore Tennis Shoes”, etc.). The class culminates in the writing of a single, co-authored screenplay for a film-to-be-made, written collaboratively.

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